Ausgangslage



Die öffentliche Diskussion über die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland konzentriert sich vielfach auf forschungsintensive High-Tech-Sektoren und Industriezweige, die komplexe Produkte wie Investitionsgüter und Automobile herstellen. Übersehen wird dabei oft der große Beitrag von Industriesektoren mit standardisierten und traditionellen Produkten für die industrielle Wertschöpfung und ihre Beschäftigung. Dabei handelt es sich beispielsweise um Unternehmen, die Möbel, einfache Blechteile, Baumaterialien oder einfache Elemente für Elektrogeräte herstellen.

 

Um den steigenden Anforderungen einer globalisierten Wirtschaft gerecht zu werden, müssen solche Unternehmen Strategien sowohl einer marktorientierten Flexibilisierung als auch einer kostenminimierenden Standardisierung verfolgen. Die vielfach klein- und mittelbetrieblichen Unternehmen stehen vor den Herausforderungen, neues Wissen zu generieren und neue Technologien zu implementieren, externes Wissen aufzugreifen, dafür Netzwerk- und Kooperationsbeziehungen zu nutzen und sich mit einer zunehmenden Internationalisierung von Produktionsstandorten auseinander zu setzen.

 

Das praxisorientierte Verbundprojekt „Lean Implementation“ will für Unternehmen der einfachen Standardfertigung Chancen eröffnen, weiterhin am Standort Deutschland produzieren zu können. Dazu soll ein systematisch begründetes pragmatisches Implementationskonzept zur Realisierung ganzheitlicher Geschäftsmodelle entwickelt und erprobt werden.